Romanwerkstatt

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Und Milas Geheimnis? Wie bei Che in der Kindheit anberaumen! Hochproblematische Kindheit. Ohne Eltern. Ohne Halt. Ein Heim, wo's nicht sonderlich lustig zugeht. Schon gar nicht wie im Internat bei Hanni und Nanni; nichts vom Zauber eines Harry Potter. Wo Mila sich eigentlich nur eines ersehnt: raus und weg! Über Jahre. Ohne dass sich eine Tür auftut. Kein Fenster in die Freiheit.

Und als es dann doch so weit ist – alles andre als Zuversicht. Da sind Wunsch und Wille bereits gebrochen, die Sehnsucht verdorrt.

Alles, was dann kommt, ist extrem belastet. Raus aus der Abwärtsspirale, aus der dramatischen Zuschnürung kommt sie erst als Erwachsene. Und dann wirft sie sich Che an den Hals. Auch keine Offenbarung. Glücksmomente spärlich gesät.

von Ulrich Land (Kommentare: 0)

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