Romanwerkstatt

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Abends in den Kissen schaffe ich meistens mal grade eben vier Seiten Lektüre, bevor mir der gütige Gevatter Schlaf sein Mützchen über und in die Augen zieht. Deshalb brauchen umfangreichere Werke gern auch mal drei, vier Monate, bis sie vertilgt sind. Was den nicht zu unterschätzenden Vorteil hat, dass sich die Bücher, die mich beeindrucken, nachhaltig eingravieren, nicht gleich vom nächsten Bettgeflüsterstorygeflecht überlagert, neutralisiert, (aus)gelöscht werden. So sind mir von den, sagen wir: zehn zuletzt gelesenen Büchern doch, sagen wir: fünf in bleibender Erinnerung. Mindestens. Zum Wohle ihrer Autoren.

Ob meine eigenen Bücher zu diesem erlauchten Kreis gehören würden, ist naturgemäß schwer zu beurteilen, jedenfalls für mich selbst. Aber ich behaupte mal: ja.

Klar, muss ich ja behaupten. Schutzbehauptung quasi von Berufs wegen. Andernfalls hätte ich sie nicht schreiben müssen. Müsste sie schon gar nicht – mit äußerst tatkräftiger Unterstützung von Egbert Casper und Geli Heubach an Maus und Tastatur beziehungsweise an der Tonschere – flankieren durch dergleichen digitales Vorab-Gefeature, durch diese virtuelle Zettelwirtschaft hier, durch eiskalte Vorschusslorbeeren aus eigener Feder.

von Ulrich Land (Kommentare: 0)

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